Klempner

Null Heizöl mit der Energiewand

Energie sparen mit einer Wärmepumpe, einem Kaltwasserspeicher und einer neuen Kupfer-Hausfassade? Das klingt erfolgversprechend. Wie sehr kann man damit den Heizölverbrauch drosseln? Wir sagen es Ihnen: Bernhard Beck aus Schwäbisch Gmünd benötigt seit sieben Jahren keinen Tropfen Heizöl mehr. Im Jahr 2001 baute er Heizöltank und Ölbrenner ab.

Die Fenster des Hauses sind von 1984 und nach Aussage von Herrn Beck keinewegs dicht. Es gibt auch keine spezielle Isolierung der Hausfassade. Tatsächlich fängt die Kupferwand die Wärme ein und gibt sie über die Heizkörper wieder ab.

Begonnen hatte alles vor 27 Jahren. Bernhard Beck ersann eine energieeffiziente Möglichkeit, sein Schwimmbad zu beheizen. Ein kupfernes Energiedach, eine Wärmepumpe und der Kaltwasserspeicher brachte die gewünschten Ergebnisse. Bei der 2001 anstehenden Renovierung des Hausgiebels verband der Tüftler bausubstanzschonende Massnahmen mit intelligenter Energiespartechnik: Die Energiewand als optimale Lösung war geboren. Selbst Temperaturen von minus 25 Grad sind so ohne Heizkosten zu überstehen.

Für dieses kleine Energiewunder sorgen neben der sogenannten „Energiewand“ ein 10 000-l-Wasserspeicher, drei kleine Umwälzpumpen, einige Rohrleitungen und eine Wärmepumpe der Marke Bartel, die Bernhard Beck im Untergeschoss aufgestellt hat. Die jährlichen Stromkosten für die Wärmepumpe in Höhe von 1300 Euro könnte man durch die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sogar auf Null bringen.

Klempnertechnik der Zukunft

Bernhard Beck sieht sich erst am Anfang: Seine spezielle Technik der Fassadenverkleidung kann auch an Balkongeländern oder sogar Lärmschutzwällen entlang viel befahrener Straßen oder Bahnlinien eingesetzt werden. Auch als flächendeckende Technik zur Versorgung ganzer Wohnsiedlungen denkt der Erfinder bereits. Besonders in südlichen Regionen ist das System auch zur Kühlung von Gebäuden im Sommer interessant.

Der Vorteil gegenüber anderen Systemen liegt in der einfachen Aufsetzbarkeit. Die Kupferverkleidung kann beim Neubau, aber auch bei der nächsten Sanierungsmaßnahme angebaut werden und ist so für jedes konventionelle Gebäude gut geeignet.

Neugierig geworden? Lesen Sie mehr über Bernhard Becks Wärmewand in der BAUMETALL 1/2008 im Bericht „Energie Report“.

 

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